Auf den Punkt gebracht

An dieser Stelle sollen Sie in Zukunft immer wieder einige Artikel finden, die sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen. Die meisten dieser Artikel stammen von Gerhard K. Ulrichs.

Anpassung

Wir stellen leider fest, dass sich immer mehr Kirchen und Gemeinden mehr vom Zeitgeist als von der Bibel bestimmen lassen. Dazu hat sich Francis Schaeffer so geäußert:

„Wenn das Christentum wahr ist, dann berührt es mein ganzes Leben, und das ist eine radikale Aussage in der modernen Welt. … Wir brauchen mitten in diesem modernen relativen Denken eine radikale Aussage. Mit … radikal meine ich den Widerstand gegen den alles durchdringenden Zeitgeist unserer Tage. … Wenn wir nun zu den heutigen Problemen kommen, dann benötigen wir im Gegensatz zu der Anpassung um uns herum eine Generation von Radikalen für die Wahrheit und für Jesus. wir brauchen eine junge Generation und andere, die bereit sind, in Liebe auf Konfrontationskurs zu gehen, sich der uns umgebenden Mentalität der immerwährenden Anpassung an den Zeitgeist und der Mentalität der Anpassung unter den Evangelikalen zu widersetzen. Durch Evangelikale ist viel geschehen, wofür wir aufrichtig dankbar sein können, aber die Mentalität der Anpassung ist wirklich eine Katastrophe“. (Dr. Francis Schaeffer, „Die große Anpassung“, Verlag Schulte & Gerth, Lahnau 2. Auflage 1988, S. 187-188

Welche Theologie ist wissenschaftlich?

Es gibt kein voraussetzungsloses Denken und Forschen. Wer heute wissenschaftlich arbeiten will, muß dies anerkennen und seine Voraussetzungen offenlegen. Außerdem ist zu prüfen, ob die gewählten Voraussetzungen dem Erkenntnisobjekt entsprechen. Wie vor hundert Jahren wird seit einiger Zeit erneut behauptet, die bibeltreue Theologie arbeite nicht wissenschaftlich, habe also kein Anrecht auf universitäre Anerkennung. Freilich ist Gott kein \“Erkenntnisobjekt\“. Trotzdem seien die oben genannten Maßstäbe angelegt:

1. Werden die Voraussetzungen offengelegt: Von historisch-kritisch arbeitenden Theologen in der Regel nicht, wohl aber meist von bibeltreuen Theologen.

2. Sind die Voraussetzungen dem \“Erkenntnisobjekt\“ Gott angemessen? Die deutschen Universitätstheologen haben – fast ohne Ausnahme – historisch-kritische Methoden zum Dogma erhoben; diese gehen unbestritten und unbestreitbar von atheistischen Voraussetzungen aus! Djurch diese gottlosen Vor-Urteile sind die  bibelkritischen Ergebnisse vorprogrammiert, welche seit vielen Jahrzehnten Glauben und Gemeinden zersetzen. Gottlose Voraussetzungen sind Gott nicht angemessen.

Historisch-kritisch arbeitende Theologen dürfen sich also in diesen Punkten nicht als \“wissenschaftlich\“ rühmen. Bibeltreue Theologen entnehmen ihre Voraussetzungen der Bibel. Die in Gottes Wort genannten Voraussetzungen sind \“gottgemäß\“, entsprechen also dem Kriterium \“wissenschaftlich\“.

Gemessen an den Maßstäben der modernen Voraussetzungslehre gebührt die Anerkennung als Wissenschaft nicht den landeskirchlich anerkannten historisch-kritischen Theologien, sondern der weihin ausgegrenzten bibeltreuen Theologie.

(Aus: „Wer arbeitet wissenschaftlich – Bibelkritiker oder Bibeltreue? “ ZS 96 kostenfrei: BAK, Waldecker Str. 10, 34128 Kassel, auch zu bestellen bei der Kamen-Initiative)