Ziel der Kamen-Initiative: Gemeinden gründen

Bibeltreue Gemeinden zu gründen - dazu ruft die Kamen-Initiative e.V. auf. Gläubige Christen können auf Dauer nur in einer geistlichen Heimat überleben und im Glauben wachsen. Darum wenden wir uns an geistlich Heimatlose, die eine klare Verkündigung und eine vom Wort Gottes geprägte geistliche Gemeinschaft entbehren.

Unsere Bekennenden Ev. Gemeinden sind nach dem Vorbild des Neuen Testaments eigenständig. Sie arbeiten zusammen bei Aufgaben, die die Möglichkeiten der Einzelgemeinde übersteigen, z.B. in der Jugendarbeit, bei Schulungen und missionarischen Projekten.

Angesichts der Vorherrschaft bibelkritischer Theologien und der Tendenz zur Ökumene mit Fremdreligionen ist eine solide Glaubensgrundlage eine unverzichtbare Voraussetzung für das geistliche Überleben der Gemeinde. Darum haben wir eine Theologische Erklärung erarbeitet und herausgegeben, die wir ihnen gerne zuschicken.

„...Wir bekennen

Mit den Reformatoren bekennen wir uns zu den vierfachen „Allein“. Allein Christus, allein die Schrift, allein aus Glauben, allein aus Gnade.

Für Lehre und Leben der Gemeinden sind die altkirchlichen (z.B. Apostolikum, Nicänum) und reformatorischen Bekenntnisse (darunter Luthers Kleiner Katechismus und die Schmalkaldischen Artikel, das Augsburgische Bekenntnis, der Heidelberger Katechismus) als biblisch normierte Normen verbindlich.
Die Anliegen der Erklärungungen von Berlin (1909), Barmen (1934), Düsseldorf (1967) und Frankfurt bleiben verpflichtend.

Wir möchten Mut machen zu einem neutestamentlichen Gemeindebau. Die Sammlung von geistlich Heimatlosen soll durch Mission und Evangelisation ergänzt werden. Das alles kann und darf nicht ohne Seelsorge geschehen. Die Seelsorge muß sich ganz am Wort Gottes orientieren, weil sonst einer Psychologisierung der Gemeinde Tür und Tor geöffnet werden.

Viele Christen entbehren seit Jahren Gottesdienst, Abendmahl und Seelsorge. Sie haben sich in Hauskreise zurückgezogen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hauskreisen aber ist gering, vor allem, weil die Kraft für Jugendarbeit fast nie ausreicht. Darum ist es unser Anliegen, daß sich mehrere Hauskreise zu einer neuen Gemeinde zusammenschließen.

Die gängigen „Parolen“, in bibelkritischen Gemeinden auszuharren, sind nicht zu rechtfertigen. Das Monopol bibelwidriger Theologien beherrscht alle ev.-theologische Fakultäten und Kirchlichen Hochschulen. Auch viele Bibelschulen sind nicht mehr als bibeltreu zu betrachten. Die Hoffnung auf einen bibeltreuen Pastor erfüllt sich nur in Ausnahmefällen.

Wir denken nicht an eine neue große Kirche. Wir wollen mithelfen, daß es an möglichst vielen Orten wieder eine lebendige, bibeltreue Gemeinde gibt. Auch wenn es kleine Gemeinden sind, auch wenn sich nur Wenige zum Gottesdienst und zum Gebet treffen, haben sie doch alle Verheißungen der Bibel auf ihrer Seite. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20


Die Not unserer Zeit

Nur sehr wenige Pastoren verkündigen noch das Evangelium gemäß der Heiligen Schrift. Das Wort vom Kreuz, das denen eine Torheit ist, die verloren gehen (1. Korinther 1,18), ist weithin einer der Welt und ihren Bedürfnissen angepassten Botschaft gewichen. Die Verlorenen werden weithin nicht mehr zur Umkehr gerufen. Sünde wird nicht mehr Sünde genannt, sondern die Botschaft der Bibel den Menschen unserer Zeit angenehm gemacht. Das Ärgernis des Kreuzes ist einem „Wohlfühlevangelium“ gewichen. So aber kommt es nicht zu einem Glauben, wie er der Heiligen Schrift entspricht: Buße und Bekehrung, Wiedergeburt und Glaubensgehorsam.

Es ist keine Dauerlösung, wenn Christen unter bibelkritischen Kanzeln ausharren. Es ist auch keine Lösung, in charismatische Kreise abzuwandern oder sich Gemeinden anzuschließen, die längst der Ökumene verfallen sind. Allein das Evangelium schafft Glauben und neues Leben aus Gott.

Wenn Gefühle und Erlebnisse, Visionen und Geistesgaben an die erste Stelle treten, bleiben die Menschen in einem religiösen Glückseligkeitswahn stecken. Sie verlieren den Blick für die Botschaft Jesu Christi, die zur Nachfolge auch in Krankheit, schwerstem Leiden und größten Anfechtungen ruft. Der Preis der echten Nachfolge Jesu war und ist immer hoch. Aber sein Lohn ist ewiges Heil. Nur wer sich als Sünder begreift, der Gottes Gnade braucht, dringt zur Freiheit des Evangeliums durch.

Immer weniger Menschen können beurteilen, ob der Inhalt der Verkündigung der Bibel entspricht. Wo Gottes Geist die Ohren öffnet, ist lebendiger Glaube, Brüder und Schwestern finden zusammen und ihr Dienst für den Herrn wird durch Einmütigkeit glaubwürdig und zum Zeugnis für die Welt.

Was können Sie und wir tun, wenn die bibeltreuen Alternativen fehlen?

Uns muß ganz klar sein, daß wir in einem geistlichen Überlebenskampf stehen, wie er größer nicht sein könnte.

Vom ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Dietzfelbinger stammt das Wort:

Theo Lehmann gegen ein immer seichteres Christentum in Deutschland:

Bischof Otto Dibelius hat gesagt:

Wenn wir die Einbrüche des Bösen in unserer Zeit beobachten, dann wird uns klar, wie schwierig es ist, Kurs zu halten:


Reiseprediger

Die Kamen-Initiative hat im Jahre 2000 ihren ersten Reiseprediger anstellen können. Ein Reiseprediger kennzeichnet sich dadurch, daß er keine eigene Gemeinde hat. Trotzdem kann er sich um eine bestimmte Gemeinde über einen längeren Zeitraum kümmern.

Er ist unterwegs, um

Ein Kreis von Brüdern und Schwestern begleitet ihn dabei im Gebet. Die Kamen-Initiative versteht sich als Dienstgemeinschaft. Sie ermöglicht dem Reiseprediger, seinen oft sehr schweren Dienst zu tun und Geschwister aufzurichten, die in einer ungeistlichen Resignation gefangen sind. Die Frage, ob sich ein Dienst in einer Gemeinde finanziell lohnt, muss darum nicht entscheidend sein für den Dienst.


Freizeitarbeit

In unseren Freizeiten geht es um grundsätzliche geistliche Fragen und konkrete Glaubensschritte, die eingeübt werden können und müssen. Da Christen, die ihre Gemeinde aus Glaubensgründen verloren haben, heute immer öfter isoliert leben, soll Gemeinschaft auch gemeindeübergreifend eingeübt werden. Christen sollen Mut schöpfen, auch in ihrem heimatlichen Umfeld wieder missionarisch tätig zu werden, gemäß dem Auftrag, den Jesus uns gegeben hat (Math.28). Uns ist es wichtig, daß auch Jugendliche hier mit eingebunden werden. Einerseits sollen sie in den Freizeiten ihr eigenes Programm haben, aber abschnittweise wird auch gemeinsame Zeit verbracht. Gemeinde Jesu besteht aus Jung und Alt.


Was können Sie und wir tun?

Buße und Gebet

Ein geistlicher Aufbruch ohne Buße und Gebet ist eine Totgeburt. Wir glauben, daß es nicht unsere klugen Konzepte und unsere Bemühungen sind, die uns letztlich helfen, sondern der Herr, der seine Gemeinde baut und durchträgt. Diesen dürfen und müssen wir um klare Anweisungen für unsere Arbeit bitten.

Wir sind nichts weiter als seine Diener, die sich auf ihr Tun nichts einbilden können, weil sie nur Ihrer Pflicht nachkommen. Wir haben nichts zu erbitten, als daß der Name Jesus Christi geehrt werde und wir in Dankbarkeit und Freude von dem leben, was er uns schenkt. Diese geistliche Haltung gilt es, immer wieder zu erbitten.

Wir bitten Sie, mit uns in treuer Fürbitte für die geistlich Heimatlosen einzustehen:

Nennen Sie uns Gemeinden, die ganz besonders des Gebetes bedürfen! Neben unserem Gebetsbrief geben wir einen Freundesbrief heraus, der über unsere Arbeit im allgemeinen informiert.


Notruf

Folgt einem bibeltreuen Pastor ein Bibelkritiker, verliert die Kerngemeinde ihre geistliche Heimat. Das trifft sie meist völlig unvorbereitet. Ohne schnelle Hilfe von außen zerstreuen sich die „hirtenlosen Schafe“ oder sie verschwinden in Resignation; einzelne verschleißen sich als Einzelkämpfer.
Bitte, rufen Sie uns sofort an, je früher, desto mehr Gläubige der ursprünglichen Kerngemeinde können sich zum Kern einer neuen Gemeinde sammeln, um in der Folge eine eigenständige Gemeinde zu werden.